Zeitarbeit verdrängt keine Stammarbeitsplätze

Thomas Hetz | Hauptgeschäftsführer des BAP

Zeitarbeit verdrängt keine Stammarbeitsplätze

Personalordner// Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Ende Januar neue Zahlen zur Entwicklung der Zeitarbeit im ersten Halbjahr 2016 vorgelegt. Dazu erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP):

„Die neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zu unserer Branche zeigen einmal mehr, dass sich die Zeitarbeit parallel zur guten Entwicklung auf dem Gesamtarbeitsmarkt bewegt. Für die erste Jahreshälfte 2016 weist die BA im Durchschnitt 963.932 Zeitarbeitnehmer aus. Gleichzeitig gab es mit fast 43,5 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 2016 hierzulande eine Rekordbeschäftigung. Da ist es auch kein Wunder, dass sich die Zahl der Zeitarbeitnehmer ebenfalls leicht erhöht hat. Trotzdem ist der Anteil der Zeitarbeit am Gesamtarbeitsmarkt weiterhin gering: Ihre Quote an der Gesamtbeschäftigung lag gerade einmal bei 2,7 Prozent. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten war mit 2,9 Prozent nur leicht höher, was ganz einfach daran liegt, dass in unserer Branche überproportional mehr Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Deutlich wird bei diesen Zahlen vor allem eins: Der Anteil der Zeitarbeit bleibt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu gleich.

Außerdem hat die Zeitarbeit auch 2016 wieder ihre Integrationsfähigkeit unter Beweis gestellt: 50 Prozent der Zeitarbeitskräfte waren bis zu einem Jahr ohne Arbeit und 18 Prozent sogar länger als ein Jahr arbeitslos oder noch nie vorher beschäftigt. Damit hat die Zeitarbeit im ersten Halbjahr 2016 fast 70 Prozent ihrer Mitarbeiter aus dem Kreis derjenigen rekrutiert, die keine Beschäftigung hatten. Solche Zahlen gibt es in keinem anderen Wirtschaftszweig in Deutschland. Die Zeitarbeit hat somit einmal mehr gezeigt, welch wichtiges Instrument für die Arbeitsmarktintegration sie ist. Deswegen sind die ab April greifenden Regulierungen für die Branche kontraproduktiv – insbesondere im Hinblick auf die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt.“

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